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Gedanken und Geschichten meiner Meistergoldschmiede

Vor 21 Jahren waren die Umbauarbeiten zur Verwirklichung meines Traumes fast vollendet, ich habe alle Bedenken von Freunden und Bekannten ignoriert und mit meinem heutigem Wissen Gott sei dank auch den Pessimisten und den abwartend schadenfrohen Zeitgenossen gezeigt, was man, wenn mann es nur wirklich will, auch erreichen kann.

Auch damals hieß es schon ........... puh was du dich traust, in Zeiten wie diesen ........ wir wir heute wissen wurden und werden die Zeiten nicht besser den Unterschied allein macht was man daraus macht und welche Maßstäbe als Richtmaß vorliegen. Ich hatte kein Maß, keine Richtlinie, ich wusste nur, dass es richtig war. Heute weiß ich, dass es der pure Egoismus war der mich getrieben hat und mir erlaubte weder links noch rechts zu schauen und Sprichwörter wie "Augen zu und durch" oder "wer A sagt muss auch B sagen" kamen da wirklich zum Tragen. Dass in dieser Zeit wohl meine Familie am meisten daran gelitten hat, kann ich heute mit mehr als 20 Jahren Abstand zugeben, leider kann ich die Zeit nicht wieder rückgängig machen um dies zu korrigieren, denn könnte ich nochmals beginnen, wüsste ich genau, dass alles genau so wieder passieren muss um auch zum gleichen Ergebnis zu kommen. Mein Mann war damals beruflich viel unterwegs und bekam es vielleicht nicht so mit wie meine Tochter, der ich doch viel gemeinsame Zeit gestohlen habe. Aber das war das einzige, das ich jemals bereue im Zusammenhang mit meiner Selbständigkeit.

Jeder der einmal begonnen hat, was auch immer weiß, dass viel von Glück und Zufall abhängt. Das sind Dinge die man nicht beeinflussen kann aber Ausdauer, Einsatz und die Liebe zum Tun sind Grundvoraussetzungen ohne die jedes Vorhaben langfristig zum Scheitern verurteilt ist.



Vor kurzer Zeit war eine Freundin meiner Tochter bei mir und fragte mich nach Rat - mich -

weil Sie nicht wisse was sie weiter tun soll im Leben. Einzig, dass ihr die momentane Lebensreflektion nicht glücklich machend erscheint.Sie steckt in einer Ausbildung nach deren Ende sie jetzt schon weiß, dass dieses Berufsbild nicht ihrer Lebensvorstellung entsprich bzw. die beruflichen Zukunftsperspektiven nicht viel an Steigerung bringen wird, eine persönliche Entwicklung zwar für sie persönlich was bringen wird doch beruflich keine Änderung dadurch eintreten wird.

Ich weiß, beim Lesen kommt da grad ein großes Fragezeichen doch ich möchte nicht zu viel ins Detail des Mädchens gehen, ich habe es nur als Anlass genommen und die Verschiedenartigkeit des Zugangs zu seiner Lebensverwirklichtung aufzuzeigen.

Aber genau so werden die Geschichten des Lebens geschrieben. Wer weiß wozu es gut ist. Manchen Zusammenhang versteht man erst viel später, lernt es erst zu gegebener Zeit zu schätzen dass dieser Puzzleteil erst das Bild vollständig macht.

Sie wollte von mir wissen wie es bei mir war, wann ich wusste was ich machen wollte. Gerne hätte ich ihr die Geschichte erzählt aber dafür hätte ich ausholen müssen und wäre sicher Stunden mit erzählen beschäftigt gewesen. Auch jetzt und hier ist nicht der Raum und die Zeit es jetzt zu tun. Vielleicht später ........................

Ich konnte ihr nur raten ganz tief in sich zu hören, zu überlegen wo ihre Stärken liegen, wann sie sich glücklich fühlt und sich die Zeit dieses zu Papier zu bringen und ich bin fest davon überzeugt, dass eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich schon genügt um Dinge in Bewegung zu setzten, die dann eine Eigendynamik entwickeln und dabei, wenn man sensibel genug darauf achtet einen Weg vorgibt.

Ob dieser Weg dann mit Umleitungen, Sackgassen oder einfach schnurgerade verläuft gibt Stoff der geschrieben oftmals erheitert oder zu tränen rührt.


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